Rezensionen: Das Gespensterbuch

gespensterbuch-2_cover_webDie Neuflage der sieben Gespensterbücher von August Apel und Friedrich Laun in drei neuen Bänden ist Anfang des Jahres abgeschlossen. Zu einem Radiofeature auf Bayern 2 (Link), auf das ich schon hingewiesen habe, gesellen sich mittlerweile erste Rezensionen.

In der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Cthulhu Libria Neo“ widmen Eric Hantsch und Jörg Kledugen den drei Bänden, die sie als einen „unversichtbare[n] Markstein“ der deutschen Phantastik und als „unterhaltsames, literarisches Dokument“ bezeichnen, mehr als eine ganze Seite.  Dabei geben sie, wie ich als Herausgeber finde, einen wirklich treffenden Einblick in die Themen und Stimmungen der einzelnen Geschichten. Unterem anderem bemerken sie:

Ungewohnt dabei ist sicherlich die weit ausholende Erzählweise, die dem heutigen Publikum geradezu verschwenderisch erscheinen muss und nahelegt, dass der frühere Leser viel (mehr) Zeit hatte, solche Erzählungen zu genießen. „Das Gespensterbuch“ zu lesen, bedeutet also viel Muße mitzubringen. Wer sich jedoch diese Zeit nimmt, wird mit vielen erquicklichen Eindrücken belohnt, und kann nebenbei auch ein Stück Geschichte der deutschen Phantastik nachvolziehen.

Erik Schreiber hat sich in seinem Bücherbrief die zweiten Band der Neuauflage vorgenommen. Er kommt zu dem für mich erfreulichen Schluss:

Mit der Neuveröffentlichung des Gespensterbuches, liegt dem interessierten Leser ein wundervoller Band in der Hand. Der Vielleser erkennt sofort die Wurzeln der aktuellen phantastischen Literatur, die sich nicht nur auf die Gruselromane, sondern auch auf Krimis, Fantasy und anderes auswirkte.

Ich freue mich wirklich, dass die Bücher mittlerweile nicht nur wahrgenommen werden, sondern trotz ihres Alters offenbar noch immer gefallen können. Das ist alles andere als selbstverständlich und zeigt mir einmal mehr, das sich die Arbeit an der Neuauflage gelohnt hat.

Wessen Interesse jetzt geweckt ist: Die Neuauflage in drei Bänden gibt es als eBook praktisch überall. Als Taschenbuch können sie hingegen nur direkt beim Blitz Verlag bestellt werden.

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Diskussion in der Filmreihe: Geschlechterordnungen in totalen Institutionen (Universität Kassel)

Auch Prof. Dr. Mechthild Bereswill, Dr. Anke Neuber und Murat Sezi, setzen an der Universität Kassel  dieses Wintersemester ihre Filmreihe „Gender und Essentialismus im Film“ fort. Unter dem Titel „Geschlechterordnungen in totalen Institutionen“ werden in diesem Sommersemester erneut drei Filme gemeinsam rezipiert und diskutiert. Diesmal geht es um „Vier Minuten“ (2006), „Girl, Interrupted“ (1999) und „Colonia Dignidad“ (2015) Als Diskutanten sind Magdalena und ich zum ersten Film gelaen. Die Veranstaltung findet am nächsten Dienstag um 18 Uhr im Hörsaal 400 (Mönchebergstraße 7) statt.

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Ankündigung Vortragsreihe: Gender und Genre 3

Bereits zum dritten Mal organisiere ich zusammen mit Urania Milevski und Paul Reszke an der Universität Kassel eine Vortragsreihe zu modernen TV-Serien. In aller Knapptheit kommt hier der offizielle Ankündigungstext:

Gender und Genre 3

Populäre Serialität zwischen kritischer Rezeption und geschlechtertheoretischer Reflexion

Der Serienboom der letzten Dekade hat nicht nur dem traditionellen Fernsehen zu einem neuen Aufschwung verholfen, sondern auch die Verbreitung von Streaming-Diensten forciert. Heute werden Serienkosmen transmedial in Comics, Romanen und Computerspielen erweitert. Feuilleton und soziale Medien besprechen gleichermaßen einzelne Episoden oder ganze Staffeln und auch die Wissenschaft hat Serien als Forschungsgegenstand für sich entdeckt. Im heimischen Bücherregal nehmen DVD- und Blu-ray-Kompilationen zahlreicher Formate längst den Platz ein, der zuvor Thomas Mann und der Reclam Universalbibliothek vorbehalten war.

Gerade angesichts dieses anhaltenden Booms und seiner medialen Begleiterscheinungen, der unüberschaubaren Anzahl neuer Serienformate sowie der Fortführung alter Formate in immer neuen Staffeln, stellt sich die Frage danach, inwiefern Serien an der Vorstellung des „großen Erzählens“ partizipieren, die vormals der Literatur vorbehalten war, und wie sie unsere Gesellschaft gestalten und reflektieren. Denn nicht zuletzt durch ihre umfassende mediale Präsenz haben Serien das Potential, als vermittelte Erfahrungswelten das Einstellungs- und Wertegefüge ihrer Rezipient_innen entscheidend mitzuprägen. Dabei sind sie als popkulturelle Phänomene aber auch dem Vorwurf ausgesetzt, konservative Genderkonzepte zu reproduzieren. Ist Populärkultur also Trivialkultur und damit Ausdruck einer antimodernen Haltung, die das Ziel einer geschlechtergerechten Gesellschaft implizit oder explizit in Frage stellt?

Die Ringvorlesung „Gender und Genre“ wendet sich gezielt dem subversiven Potential popkultureller Ausdrucksformen zu. An aktuellen Beispielen unterschiedlicher Seriengenres sollen Geschlechterkonstruktionen offengelegt und mit Blick auf gesellschaftspolitische Dimensionen hinterfragt werden. Im Zentrum der Ringvorlesung stehen diesmal bewusst Fragen des Vergleichs. Es geht darum, nicht einzelne Episoden oder Serien isoliert zu betrachten, sondern Entwicklung und Stagnation aufzuzeigen. Wie flexibel sind Seriengenres und ihre Genderkonzepte? Was ändert sich über die Staffelgrenzen hinweg, bei Adaptionen kleiner Produktionen für den Weltmarkt oder im Medientransfer?

Abseits von Credit Points und Prüfungsleistungen möchte die Vortragsreihe „Gender und Genre“ mit ihrem thematischen Schwerpunkt Studierende und Lehrende zu einer gemeinsamen Reflexion über gesellschaftsrelevante Fragen am Beispiel aktueller populärkultureller Phänomene anregen. Die einzelnen Sitzungen sind deshalb so konzipiert, dass Vortrag, Rezeption und Diskussion je ca. 30 Minuten und damit den ungefähr gleichen Stellenwert einnehmen. Zunächst soll ein einleitender Vortrag das serielle Genre skizzieren und mit einer gendertheoretisch relevanten These aufwarten. Im Anschluss folgen Episoden oder längere Ausschnitte aus dem besprochenen Medienprodukt, auf deren Basis schließlich die eingangs formulierte These diskutiert werden kann.

15.11.2017  Paul Reszke (Kassel): Neue alte Figuren? Die amerikanische Großelterngeneration in »Better Call Saul« und »Sneaky Pete« aus intersektionaler Perspektive

22.11.2017  Felix Woitkowski (Kassel): Do Androids Dream of Nuclear Families? Adaption als Reduktion im Fall der SF-Serien »Real Humans« und »Humans«

29.11.2017  Lena Wetenkamp (Mainz): Wer und wie beginnt Verführung? Gender-Stereotype und unzuverlässiges Erzählen in »The Affair«

06.12.2017  Urania Milevski (Mainz): Die Serienheldin als affektiver Link zur Vergangenheit: »The Man In The High Castle« zwischen Intersektionalität und Postmemory

13.12.2017  Sven Puschmann (Kassel): Zwischen Familie, Freud & Feminismus – »Die Simpsons« und »Family Guy« im Gender-Vergleich

20.12.2017  Caroline Frank (Kassel), Markus Schleich (Saarbrücken): »When you see me again, it won’t be me« – Geschlechtsidentitäten zwischen Stereotypisierung und Hybridisierung in »Twin Peaks«

10.01.2018  Anna-Theresa Kölczer (Kassel): Antiheldische Männlichkeit und Genreflexibilität als Erfolgsmarker seriellen (Film-)Erzählens: »Die The Evil Dead«-Trilogie und ihr Seriensequel »Ash vs Evil Dead«

17.01.2018  Annegret Montag (Kassel): Kein Happy End ohne Hochzeit? Geschlecht und Gesellschaft in »Gilmore Girls«

24.01.2018  Martin Böhnert (Kassel): Superheroes, Private Dicks and the female Gaze – »Jessica Jones« und der weibliche Blick auf männliche Genres

31.01.2018  Murat Sezi (Kassel): All the mirrors of the world: Intersektionale Reflexionen der Vergangenheit in »Jonathan Strange and Mr Norrell«

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Diskussion in der Filmreihe: Geschlechterordnungen in totalen Institutionen (Universität Kassel)

Prof. Dr. Mechthild Bereswill, Dr. Anke Neuber und Murat Sezi, setzen an der Universität Kassel ihre Filmreihe „Gender und Essentialismus im Film“ mit neuem Schwerpunkt fort. Unter dem Titel „Geschlechterordnungen in totalen Institutionen“ werden in diesem Sommersemester die Filme „Das Experiment“ (2001), „Full Metal Jacket“ (1987) und „Die unbarmherzigen Schwestern“ (2002) gemeinsam rezipiert und diskutiert. Als Diskutant bin ich gemeinsam mit Henrike Buhr zu dem letzten Film geladen. Die Veranstaltung findet am nächsten Dienstag um 18 Uhr statt.

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Workshop: Für Sprache sensibilisieren – Rückmeldebögen für Schülerpräsentationen der Sek. I und II (19.05.17)

Jedes Jahr veranstaltet das Zentrum für Lehrerbildung eine Tagung, auf der Lehrerinnen und Lehrer mit Hochschullehrenden ins Gespräch kommen und gemeinsam an aktuellen schul- und unterrichtsbezogenen Fragen arbeiten sollen. In diesem Jahr soll der sprachsensible Fachunterricht in den Fokus rücken.

Im Rahmen dieser Tagung bieten auch Prof. Dr. Olaf Gätje und ich einen Workshop an.

Für Sprache sensibilisieren – Rückmeldebögen für Schülerpräsentationen der Sek. I und II

Das mündliche, häufig softwaregestützte und multimodale Präsentieren von Schülerinnen und Schülern gehört heute zum Unterrichtsalltag in allen Schulfächern. In der ansonsten primär der Schriftkultur verhafteten Institution Schule gehen mit diesem relativ neuen Lern-, Leistungs- und Prüfungsformat neue Herausforderungen, aber auch Chancen einher. In unserem Workshop sollen die Möglichkeiten ausgelotet werden, die das mündliche Präsentieren von Unterrichtsinhalten durch Schülerinnen und Schüler für einen sprachsensiblen Fachunterricht bereithält. Dazu erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops Rückmeldebögen, mit denen Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen und Klassenstufen in die Lage versetzt werden sollen, die sprachliche Qualität von Schülerpräsentationen eigenverantwortlich und differenziert zu beurteilen. Durch diese Rückmeldebogen soll ein Bewusstsein für die präsentationsspezifischen Merkmale, Funktionen und Wirkungen gesprochener Sprache ebenso geweckt werden wie ein generelles Bewusstsein für die mediale Differenz von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.

Mehr Information zu der Tagung des ZfL finden sich hier.

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Tagung: Beschaulichkeit ist Trumpf? – Germanistische Perspektiven auf die 1950er Jahre (11. & 12.05.17)

Im Wissenschaftsbereich gibt es die Tradition, geschätzte Kolleginnen und Kollegen zu ihrem 60. Geburtstag mit einer Festschrift oder einer Tagung zu ehren. Dieser Tradition folgend haben Dr. Andreas Wicke, Christine Ansari und ich eine Tagung für unerer Kollegen Dr. Christoph Müller organsiert. Sie trägt den Titel „Beschaulichkeit ist Trumpf? – Germanistische Perspektiven auf die 1950er Jahre“ und findet am 11. und 12. Mai 2017 am Institut für Germanistik der Universität Kassel statt. Auf dieser Tagung werden  dem Titel entsprechend und ganz im Sinne der Interdisziplinarität des Fachs Germanistik die 1950er Jahre aus sprach-, literatur- und medienwissenschaftlicher Perspektive in den Blick genommen.

Gemeinsam mit Paul Reszke werde ich mir dabei unter dem Titel „Ein Kin sagt mehr als tausend Worte. Videographische Annäherungen an den Lehrkörper“ die damaligen Annahmen und Modelle zur gestischen Kommunikation vornehmen und auf heutige universitäre Seminarkommunikation anwenden. Wir schlagen damit einen Bogen von den Ansätzen der 1950er zur empirischen Datenerhebung und -analyse der Gegenwart.

Das Programm der Tagung findet sich hier.

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Wettbewerb: Maschinen – Storyolympiade 2017/2018

StoryolympiadeDie Storyoylmpiade, der möglicherwise größte deutschsprachige Nachwuchswettbewerb für Phantastik-Autorinnen und -Autoren, geht in eine neue Runde. Gesucht werden phantastische Kurzgeschichten zum Thema „Maschinen“. Einsendeschluss ist der 31.10.2017. Die besten Einsendungen werden in einer Anthologie im Verlag Torsten Low erscheinen.

Mehr Informationen zum Wettbewerb, den Siegeranthologien der letzten Jahre und den aktuellen Teilnahmebedingungen finden sich auf www.storyolympiade.de.

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