Schreibräume – Ideen zum kreativen Schreiben

schreibraumgross

In meinen Seminaren und Workshops an den Universitäten Münster und Kassel versuche ich, meinen Studierenden einen möglichst ganzheitlichen Zugang zum Schreiben und vielseitige Perspektiven auf Schreibforschung und Schriebddiaktik zu ermöglichen. Immerhin sind sie nicht nur selbst Schreibende, zumindest durch ihr Studium dazu verpflichtet, sondern in der Regel auch angehende Lehrerinnen und Lehrer, die bald ganzen Horden von Schülerinnen und Schülern schriftbasierte, literale Formen der Kommunikation, des Denkens und der Weltwahrnehmung näher bringen müssen.

Natürlich kann jede Veranstaltung trotz bester Vorsätze nur einen Ausschnitt in den Blick nehmen. So geht es mal mehr, mal weniger um Schreibkonferenzen und Schreibberatung, um wissenschaftliches, literarisches oder dramatisches Schreiben, um Aufgabenarrangements und Textsortenwissen, Leserführung und Stil und viele andere Fragen. Dazu wird gedacht, gelesen, reflektiert, diskutiert, ausprobiert, kritisiert und letzlich immer auch selbst geschrieben – möglichst nicht nur die vorgegebene Hausarbeit.

Aus diesen Schreibprojekten mit Studierenden sind in den letzten Jahren zahlreiche wunderbare Ergebnisse hervorgegangen, etwa die zwei Grenzgänger-eBooks (1, 2) mit Kurzgeschichten, unter Leitung von Johannes Berning das Theaterprojekt „in modulen“ oder auch mein „Figurenwürfel„, ein spielerischer Zugang zur Figurenentwicklung.

Seit letztem Wintersemester versuche ich etwas Neues: Am Ende eines Seminars zum kreativen Schreiben im Deutschunterricht an der Universität gestalteten die Studierende eigene kreative Schreibärume, luden uns ein in den Kulturbahnhof und in das Café Buch-Oase, suchten Inspirationen in Alltagsgeräuschen und Musik, schickten uns in die Welt der Verbrechen und Märchen.

Damit diese Schreibräume nicht in der Dunkelheit überfüllter Schubladen oder Festplatten verstauben, werde ich ihnen an dieser Stelle ein Zuhause bieten und dadurch allen, die sich für kreatives Schrieben interessieren, zugänglich machen.

(Mehr wird folgen.)

Bitte versteht die Kreativmethoden und Überlegungen als das, was sie sind, als Steinbrüche und Inspirationshilfen. Was ihr hier findet sind keine Manifeste, es sind Ideen, die in der einmaligen Erprobung sehr gut von der Gruppe angenommen wurden. Ihre Verfasser sind natürlich die Studierenden selbst und ich möchte bitte, sollte jemand die Schreibäume weiterverwenden, ihre Namen nicht aus den Materialien zu entfernen.

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